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Clare Leslie Hall "Wie Risse in der Erde"
Buchtipp von Nadja Schettler
Geschrieben am 03.04.2025
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Beth und Frank arbeiten seit Jahren zufrieden auf ihrer eigen Farm in England - und auch der Verlust ihres einzigen Sohnes Bobby hat sie nicht auseinander bringen können. 

Als eines Tages jedoch Beths´ Jugendliebe Gabriel zurückkehrt, zusammen mit seinem kleinen Sohn Leo, gerät ihre Welt auf einmal ins Schwanken. Je mehr Erinnerungen aufkommen, an die Zeit, in der sie mit 17 Jahren Hals über Kopf verliebt waren und Gabriel ihr Herz in nicht nur einer Hinsicht gebrochen hat. Doch als sie sich Leo immer weiter annähert, desto näher kommt sie Gabriel und beide beginnen eine Affäre miteinander, die ein äußerst tragisches Ende nimmt.

Als jemand ums Leben kommt und Frank zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wird, steht Beth vor den Scherben ihres Lebens...

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"Die Risse in der Erde" ist nicht nur eine Familiengeschichte und die Geschichte einer Liebe, sondern auch die Geschichte des Verlustes. Die Trauer, die man um verlorene Menschen und Chancen verspürt und die Aufarbeitung, die notwendig ist, um weiter voran zu gehen.

Clare Leslie Halls Roman entfaltet seine ganz eigene Sogwirkung auf den Leser und die handelnden Figuren sind dabei so menschlich und nahe, dass man sich kaum entscheiden kann, auf wessen Seite man steht. Dabei sind auch die spannenden und erschütternden Ereignisse nicht übertrieben formuliert, sondern durch das Aufblitzen einzelner zarter, berührender Momente wunderbar stimmig erzählt.

Ein Roman für alle Leser und Nicht-Leser von "Der Gesang der Flusskrebse", und für alle die, die sich für neue Stimmen auf dem Buchmarkt interessieren.

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