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Joan Weng: Die Frauen vom Savignylatz
Buchtipp von Nadja Schettler
Geschrieben am 08.11.2018
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Berlin in den goldenen 20ern: nach dem Krieg geht es aufwärts mit der Stadt und seinen Menschen - Kunst und Kultur treffen sich hier, und man ist frei, das zu tun, wonach einem der Sinn steht.

 

Nun ja, sofern man denn ein Mann ist. Denn für Frauen gelten immer noch ganz andere Regeln: so sehr die Freiheit und die Unabhängigkeit auch locken, es gibt doch immer diese Dinge, die sich für "Frau" einfach nicht ziemen - zum Beispiel sich den elterlichen Anweisungen widersetzen, den betrügenden Ehemann verlassen oder gar alleinstehend und berufstätig sein.

 

Von alldem kann die Metzgerstochter Vicky ein Lied singen:

in ihrer - nicht von den Eltern abgesegneten - Ehe steht es nicht zum Besten und nun plant sie auch noch, eine Buchhandlung vor allem für Frauen zu eröffnen.

Ein Skandal!

Von allen Seiten prasseln Probleme auf sie ein, aber die junge Frau gibt nicht auf und hält an ihrem Vorhaben fest.

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In Joan Wengs´ Berlin ist man sofort dabei - man kämpft, weint und lacht mit den verschiedenen Frauen (gut, und manchmal auch mit den Männern) des Buches und kann hier ein kurzweiliges Lesevergnügen erleben, in dem einem Stadt und Zeit lebendig und prall vor Augen stehen. 

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